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Sinnvolle Geschenkideen für Kinder, die schon alles haben

Sinnvolle Geschenkideen für Kinder, die schon alles haben

Kennst du diesen Moment, wenn du im vollen Kinderzimmer stehst und nach sinnvollen Geschenkideen für Kinder suchst, obwohl eigentlich schon alles da ist?
Die Regale sind gefüllt, die Kisten ebenso. Und doch rückt der nächste Anlass näher. Geburtstag, Ostern, Weihnachten. Und mit ihm immer wieder dieselbe Frage nach dem Wunsch. Irgendwann fühlt sich das weniger nach Vorfreude und mehr nach Überforderung an.

Oder bist Du vielleicht der Patenonkel oder die Tante und möchtest Deinem Neffen oder der Nichte eine Freude machen und hast gar keine Idee?

Dabei möchte man doch eigentlich eines. Ein Geschenk finden, das wirklich Freude macht und von Herzen kommt. Nach vielen Geburtstagen und Weihnachtsfesten habe ich inzwischen eine Liste mit Geschenkideen entwickelt, die Sinn machen und dir eine Anregung geben sollen – auch für Kinder, die schon alles haben.

1. Erlebnisgeschenke statt Materielles

Einer meiner liebsten Lösungsansätze: Geschenke, die man nicht ins Regal stellen kann. Erlebnisse schaffen Erinnerungen und das schönste dabei, die nehmen keinen Platz im Kinderzimmer weg.

Gemeinsame Ausflüge und Aktivitäten sind bei uns der absolute Hit. Eine Eintrittskarte für den Freizeitpark, ein Tag im Kletterwald oder ein Besuch im Trampolinpark. Meine Jungs lieben solche Dinge. Sie sorgen nicht nur für strahlende Kinderaugen am Geburtstag selbst, sondern auch noch Wochen später, wenn man sich gemeinsam an den Tag erinnert. Der große Vorteil: Oft können beide Kinder das Erlebnis gemeinsam genießen, auch wenn nur einer Geburtstag hat.

TIP: Mittlerweile lassen wir unseren Jungs genau solche Dinge von ihren Freunden als Gemeinschaftsgeschenk schenken. Da freuen sich immer alle, denn neben dem Geburtstag gibt es noch ein Event, an dem alle dabei sind und eine gemeinsame Erinnerung haben. So waren wir beim letzten Geburtstag unseres Sohnes bei einem Bundesliga-Tischtennisspiel. Er und alle seine Freunde spielen im Verein und sie hatten mächtig Spaß dort. Die erwachsenen Begleiter übrigens auch. Schaut mal, was dein Kind für ein Hobby oder eine Leidenschaft hat, und finde ganz einfach eine tolle Geschenkidee.

Für mich sind diese Dinge Quality Time mit besonderen Menschen, von denen man mehrmals etwas hat, und zwar nicht nur die Beschenkten.

Kulturelle Erlebnisse funktionieren je nach Alter ebenfalls wunderbar: Kino-Gutscheine, Theaterbesuche oder ein Konzert der Lieblingsband.

Workshops und Kurse sind eine weitere tolle Option. Viele Kinder haben Hobbys oder Interessen, die man mit einem speziellen Kurs fördern kann: ein Fußball-Camp in den Ferien, ein Töpfer-Workshop, ein Kochkurs für Kinder oder Schwimmunterricht. Das Schöne daran: Das Kind lernt etwas Neues, hat Spaß und am Ende bleibt kein Plastikspielzeug übrig.

2. Verbrauchsmaterialien für kreative Hobbys

Eine meiner Lieblingslösungen für das “Wir-haben-schon-alles”-Problem und ich möchte trotzdem gerne etwas Schönes zum Einpacken schenken: Dinge, die sich verbrauchen. Klingt simpel, ist aber genial – denn diese Geschenke verschwinden irgendwann von selbst und hinterlassen keinen dauerhaften Platzmangel.

Bastelmaterial geht bei uns immer. Eine schöne Box mit hochwertigem Tonpapier, Glitzerstiften, Pfeifenreinigern, Perlen oder Modelliermasse – damit können Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Anders als beim x-ten Bausatz, der nach dem Zusammenbauen nur rumsteht, entstehen hier immer wieder neue Kunstwerke. Und wenn der Bastelvorrat aufgebraucht ist? Dann ist Platz für Neues.

Malsachen sind ein Klassiker: Aquarellfarben, dicke Buntstifte, Fingerfarben oder ein Set mit verschiedenen Pinseln. Meine Jungs lieben riesige Malblöcke, auf denen sie sich austoben können. Das wird genutzt, verbraucht und irgendwann ist es weg.

Backzutaten in einer hübschen Box sind ebenfalls eine tolle Idee: Ausstechformen, bunte Streusel, Lebensmittelfarbe und vielleicht ein Kinderbackbuch dazu. Das wird gemeinsam verbacken, aufgegessen und schafft nebenbei noch schöne gemeinsame Momente in der Küche. Oder wie wäre es zusätzlich mit einem schönen Koch- oder Backbuch? Hier gibt es tolle Dinge für jedes Alter. Sei es ein Becherbackbuch für Kleinkinder oder ein Kochbuch für Teenies von ihrem Lieblings-Youtuber.

Material für bestehende Hobbys ist besonders praktisch, wenn das Kind schon eine Leidenschaft hat: neue Wolle zum Stricken, Stoffe zum Nähen, Holz für kleine Bauprojekte oder Samen und Erde für kleine Gärtner. Das Schöne: Man fördert das, was dem Kind wirklich Spaß macht, ohne neues Zeug anzuschleppen, das vielleicht gar nicht genutzt wird.

Der große Vorteil all dieser Geschenke: Sie fördern Kreativität, beschäftigen die Kinder sinnvoll – und wenn sie aufgebraucht sind, ist das Kinderzimmer nicht voller geworden.

3. Bildung und persönliche Entwicklung

Geschenke, die schlau machen – das klingt vielleicht erstmal unsexy, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade solche Dinge bei meinen Jungs richtig gut ankommen. Vorausgesetzt, sie passen zu ihren Interessen.

Sachbücher zu Lieblingsthemen sind bei uns Gold wert. Mein Großer ist Dinosaurier-Fan (gewesen). Damals kam ein hochwertiges Buch über Urzeitgiganten richtig gut an. Oder dein Kleiner interessiert sich für den Weltraum? Wie wäre es mit einem Bildband über Planeten und Raketen. Wichtig ist: Das Buch sollte wirklich zum aktuellen Interesse des Kindes passen – nicht einfach irgendein “pädagogisch wertvolles” Buch, das dann ungelesen im Regal steht.

Zeitschriften-Abonnements haben einen besonderen Charme: Jeden Monat kommt Post. Und zwar Post, die dem Kind gehört! Ob Geolino, ein Fußballmagazin oder ein Comic-Heft: Diese regelmäßige kleine Freude hält das ganze Jahr über an. Und am Ende sind es “nur” Hefte, die man auch mal weitergeben oder entsorgen kann.

Hörbücher und Hörspiele sind besonders praktisch für Autofahrten oder ruhige Nachmittage. Ein Audible-Gutschein oder eine schöne Sammlung von Hörbüchern nimmt keinen Platz weg und kann immer wieder gehört werden. Meine beiden hören abends im Bett ihre Lieblingsgeschichten rauf und runter.

Kurse oder Apps zum Lernen können ebenfalls ein Geschenk sein: eine Jahreslizenz für eine Sprach-App, wenn das Kind Interesse an Englisch oder einer anderen Sprache zeigt, oder Online-Kurse zu Themen, die es faszinieren – von Programmieren bis hin zu Zeichnen.

Musikinstrumente – aber nur, wenn wirklich echtes Interesse da ist! Ein Keyboard, eine Gitarre oder eine Ukulele für Anfänger können der Startschuss für ein neues Hobby sein.

4. Investitionen in die Zukunft

Zugegeben: Diese Geschenke sorgen nicht für Freudensprünge am Geburtstagstisch. Aber sie sind unglaublich wertvoll – und spätestens mit ein paar Jahren mehr auf dem Buckel werden die Kinder dankbar dafür sein.

Sparbücher oder Junior-Depots klingen erstmal spießig, ich weiß. Aber gerade wenn Oma und Opa ohnehin Geld schenken wollen, ist es eine tolle Idee, dieses gezielt anzulegen. Wir haben für beide Jungs ein Sparkonto, auf das regelmäßig kleine Beträge fließen – zum 18. Geburtstag wird sich da ein nettes Sümmchen angesammelt haben. Manche Banken bieten spezielle Konten für Kinder an, bei denen die Kleinen auch mitverfolgen können, wie ihr Guthaben wächst.

Beiträge zu größeren Anschaffungen sind eine weitere praktische Variante: Statt dass jeder etwas Kleines schenkt, legen mehrere Verwandte zusammen für etwas Größeres, das das Kind wirklich braucht oder sich sehnlichst wünscht. Ein neues Fahrrad, ein Roller, ein Tablet fürs Homeschooling oder später vielleicht ein Laptop für die Schule. Wir haben das beim letzten Geburtstag gemacht – Oma, Opa, Tante und Onkel haben zusammengelegt, und der Große hat sein Traumfahrrad bekommen. Ein Geschenk, das er wirklich täglich nutzt.

Patenschaften sind eine schöne Möglichkeit, einem Kind zu zeigen, dass Geschenke auch etwas Gutes in der Welt bewirken können. Eine Tierpatenschaft im Zoo, die Adoption eines Baumes oder die Unterstützung eines Kindes in einem anderen Land – solche Geschenke haben eine ganz besondere Bedeutung. Und zugegebenermaßen ist dies nicht für jedes Kind etwas. Man sollte mit ihm darüber sprechen und auch den Gedanken näher bringen, dass man mit dem Geschenk auch jemand anderem etwas Gutes tut.

Diese Geschenke mögen nicht sofort für Begeisterung sorgen, aber sie zeigen dem Kind: Jemand denkt an meine Zukunft. Und in einem gewissen Alter verstehen sie es und möchten es auch. So freuen sich meine Kinder zugegebenermaßen mittlerweile schon auch sehr über die Geldgeschenke von Oma und Opa.

5. Soziale und nachhaltige Geschenke

Geschenke können auch eine Gelegenheit bieten, Kindern Werte wie Nachhaltigkeit, Großzügigkeit und Wertschätzung zu vermitteln. Klingt vielleicht ein bisschen alternativ. Ist aber eine wunderbare Gelegenheit, diese Themen den Kindern nachezubringen.

Spenden im Namen des Kindes funktionieren überraschend gut, wenn man sie altersgerecht erklärt. Zum Beispiel: Statt noch mehr Spielzeug bekommt das Kind eine Urkunde, dass in seinem Namen Geld an ein Tierheim, ein Kinderhilfsprojekt oder eine Umweltorganisation gespendet wurde. Wichtig ist, dass das Kind in die Entscheidung einbezogen wird – welches Projekt soll unterstützt werden?

“Geschenk + Gutes tun”-Kombinationen sind ein schöner Mittelweg: Es gibt Unternehmen, die bei jedem gekauften Produkt ein zweites an bedürftige Kinder spenden – zum Beispiel Schuhe, Rucksäcke oder Kuscheltiere. So bekommt das eigene Kind etwas, und ein anderes Kind profitiert ebenfalls.

Upcycling- oder Second-Hand-Schätze mit Geschichte können richtig cool sein – und sind das Gegenteil von “billig” oder “gebraucht”. Ein restauriertes Vintage-Fahrrad, ein liebevoll aufgearbeitetes Holzspielzeug oder ein besonderes Buch aus dem Antiquariat können viel mehr Charakter haben als Massenware aus dem Spielzeugladen.

Wir haben unseren Jungs oft Geschenke aus Secondhand gekauft. Für mich gehört das ganz selbstverständlich zu einem bewussten und nachhaltigen Umgang mit Dingen. Viele Spielzeuge sind kaum bespielt und haben einfach nur ihr Interesse verloren. Für unsere Jungs sind sie neu und spannend. Sie freuen sich darüber genauso wie über Neues aus dem Geschäft. Inzwischen wissen sie das auch und geben ihre eigenen Spielzeuge ganz selbstverständlich weiter.

DIY-Geschenke mit persönlicher Note sind auch etwas Wunderbares. Wie wäre es mit selbstgenähten Kissen, einer handgemachten Schatzkiste, einem selbst gebauten Vogelhäuschen oder einem Fotoalbum mit gemeinsamen Erinnerungen? Meine Jungs bekommen bespielweise seit ein paar Jahren Fotoalben zu Weihnachten. Das sind von mir selbst gestaltete Fotobücher mit allen Erinnerungen des Jahres. Sie schauen sich diese regelmäßig an und erinnern sich immer sehr gerne an die kleinen und großen Ereignisse des Jahres.

6. Zeit-Gutscheine von Familie und Freunden

Eines der wertvollsten Geschenke überhaupt – und gleichzeitig eines, das am wenigsten kostet: Zeit. Echte, ungeteilte Aufmerksamkeit von den Menschen, die dem Kind wichtig sind.

Übernachtungs-Wochenenden bei Oma und Opa sind bei meinen Jungs der absolute Renner. Ein Gutschein für ein Wochenende bei den Großeltern, mit Pizza essen, Filme schauen und bis spät aufbleiben – das ist für Kinder wie ein kleiner Urlaub. Und ehrlich? Für uns Eltern auch eine willkommene Verschnaufpause.

“Einen Tag Chef sein”-Gutscheine haben bei uns für viel Spaß gesorgt: Das Kind darf einen Tag lang bestimmen, was gemacht wird. Frühstück im Bett? Klar. Den ganzen Tag im Schlafanzug bleiben? Warum nicht. Zum Abendessen gibt’s Pfannkuchen? Heute schon! Solche Gutscheine geben Kindern das Gefühl, ernst genommen zu werden – und sorgen für unvergessliche T age.

Vorlesestunden, Spieleabende oder gemeinsame Projekte kann man ebenfalls verschenken: “Ich lese dir jeden Abend eine Woche lang vor dem Einschlafen vor”, “Wir bauen zusammen ein Vogelhäuschen” oder “Einmal im Monat machen wir einen Spieleabend, nur du und ich”. Diese regelmäßigen Rituale schaffen Verbindung – und die bleibt lange in Erinnerung.

Das Schönste an diesen Geschenken: Sie kosten kaum Geld, nehmen keinen Platz weg – und sind trotzdem unbezahlbar.

Mein Fazit

Gerade bei Kindern, die scheinbar schon alles haben, lohnt es sich, umzudenken. Statt noch mehr Spielzeug geht es bei sinnvollen Geschenken um gemeinsame Zeit, kreative Erlebnisse und Dinge, die wirklich einen Mehrwert bieten. Ob Erinnerungen, die bleiben, oder Geschenke, die Fantasie, Selbstständigkeit und Freude fördern – oft sind es genau diese Ideen, die Kinder langfristig begeistern und Eltern ein richtig gutes Gefühl geben. Weniger Masse, mehr Bedeutung.

Viel Freude beim Schenken wünscht Dir 🤍



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